Project Description

Was ist Dyskalkulie?

Dyskalkulie wird auch Rechenschwäche genannt und ist erst seit Kurzem als Lernstörung richtig wahrgenommen worden. Langsam beginnt sich die Forschung für das Thema zu interessieren.
Früher dachte man, dass solche Kinder durch fleißigeres Üben die Schwäche kompensieren sollten.
Nun schaffen viele rechenschwache Kinder auch durch das mühsame Einprägen von Rechenwegen auch gewisse Lücken zu überbrücken. Das Verständnis für die mathematischen Prozesse, was 4 x 5 oder 5 x 4 konkret bedeutet, bekommen sie dadurch nicht. Kinder verstehen also nicht, was und wozu sie rechnen und werden durch diese magischen „Formeln“ mit der Zeit überfordert.
Bald können sie dann nicht mehr kompensieren (Grüneis, 2011).Eine chronische Überforderung bedeutet eine gesenkte Aufmerksamkeit und ein geringeres Selbstwertgefühl.Die Dyskalkulieforschung steckt noch in den Kinderschuhen, sodass noch ungewiss ist, welche neurologischen
Prozesse bei welchen mathematischen Aufgaben verantwortlich sind (Landerl & Butterworth, 2002).Woran erkenne ich, ob mein Kind von Dyskalkulie betroffen ist?Es gibt verschiedene „Symptome“: meistens macht Rechnen keinen Spaß. Das Kind trödelt oder will erst gar nicht üben. Es kann die Rechenwege nicht logisch erklären sondern stützt sich auf das, was die Lehrerin gezeigt hat. („Ich mache es so, weil wir es so mit der Lehrerin machen.“). Wird eine Aufgabe anders als üblich angeboten, ist das Kind überfordert, verloren und kann das Erlernte nicht anwenden.
Viel herkömmliches Üben hilft nicht, trotz Bemühungen der Eltern und des Kindes (Grüneis, 2011).Mögliche Symptome:
– Geringes Tempo beim Üben in der Schule, zu Hause
– Erhöhte Anstrengung, Aufmerksamkeitsprobleme
– Massive Ablehnung mathematischer Inhalte
– Anhaltende Verwendung der Finger
– Schulangst und/oder Schulverweigerung
– Rückfall in kleinkindliches Verhalten
– Somatisierung (körperliche Symptome ohne Befund)
– Abwertende Kommentare über die mathematische Leistung („Ich bin einfach zu dumm“)

Man kann jedoch die Rechenschwäche durch gezieltes Training reduzieren, indem man mit Methode die Verständnisprobleme löst. Dyskalkulie Training orientiert sich also nicht nach Schullehrplan sondern nach den Bedürfnissen des Kindes. Es wird so lange auf einer Ebene geübt, bis das Kind die Prozesse versteht. Eltern und Trainer brauchen Geduld und Zeit. Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass das Kind trotz langsamen Fortschreitens meistens bessere Leistung beim Schulprogramm erreicht, weil durch das angepasste Training die mathematische Basis gestärkt und gefestigt wird (Born & Fehler, 2013)

Darum warten Sie nicht.

Bei Verdacht lassen Sie ihr Kind austesten, denn je früher die Förderung einsetzt, desto leichter wird die Schule für ihr Kind sein.

Worum geht es beim Training?

Durch ständige Beobachtung und Dialoge werden die gedanklichen Schritte genau angeschaut und
mit dem Kind das Verständnis für die mathematischen Prozesse neu bearbeitet.
Es werden oft anfangs mit Materialien geübt. Dann werden diese Hilfsmittel langsam
beiseite gelegt, um ohne Unterstützung und selbständig zum Ergebnis zu kommen.
Hausübungen aus dem Training sind wichtig, um die Ergebnisse zu sichern.

Für Unklarheiten, melden Sie sich einfach jederzeit unter: 0179/1322561!

Die Kosten für eine Therapie können durch das Jugendamt übernommen werden (§ 35a SBB VIII) oder auf Selbstzahlerbasis in Anspruch genommen werden.

Dieser Kurs wird geleitet von:

Andrea Schmalzl
Andrea SchmalzlKursleiterin

Bleiben Sie mit unserem Newsletter auf dem Laufenden!

Erleichtern Sie sich Ihren Alltag und den Umgang mit Ihren Kindern – mit der Hilfe von RelaxKids®

Notieren Sie hier Ihre E-Mail Adresse und Telefonnummer, für aktuellste Infos zum dranbleiben!